KlangHof Impflingen
Gegen Lampenfieber: Was der Kammermusikkurs mit Alexandertechnik lehrt – KlangHof Impflingen

22. Oktober 2026

Gegen Lampenfieber: Was der Kammermusikkurs mit Alexandertechnik lehrt

Zwischen souverän und zittrig ist alles dabei – so beschreiben wir selbst die Abschlusskonzerte unseres jährlichen Kammermusikkurses mit Alexandertechnik. Der Kurs findet seit 2017 im KlangHof Impflingen statt, traditionell am Wochenende der Faschingswoche, und war in den vergangenen Jahren regelmäßig ausgebucht.

Lampenfieber: Was tun?

Lampenfieber kennen fast alle, die vor Publikum spielen, vom Kind beim ersten Schülerkonzert bis zum Berufsmusiker. Aus unserem Unterricht und unseren Kursen geben wir Musikerinnen und Musikern vier Anregungen mit:

  1. Den Körper aufwärmen. Einspielen ist für Musiker, was das Aufwärmen für Sportler ist. Beim Jugend-Querflöten-Tag ging es deshalb nicht gleich an die Flöte, sondern zuerst an ein wenig Gymnastik.
  2. Spannungen wahrnehmen. Im Alexandertechnik-Unterricht lernen Musikerinnen und Musiker, ungünstige Spannungsmuster im Körper zu erkennen und loszulassen. Das ist beim Üben genauso wertvoll wie auf der Bühne.
  3. Bewusst üben. Im Kammermusikkurs gehört deshalb ein Vortrag zur Frage „Wie übe ich richtig?“ zum Programm, dazu eine Einheit zur Atmung beim Querflötespielen.
  4. Auftritte sammeln. In den Schülerkonzerten im KlangHof sammeln schon Kinder ihre ersten Bühnenerfahrungen. Im Kammermusikkurs endet jedes Wochenende mit einem internen Abschlusskonzert.

Alexandertechnik ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Wer unter starker Auftrittsangst leidet, sollte das ärztlich abklären lassen.

Drei Schwerpunkte an einem Wochenende

Der Kurs verbindet Kammermusik, Alexandertechnik und Stimmbildung. Kursleiter waren Angelika und Antonia Krutz (Querflöte und Alexandertechnik), Karsten Krutz (Klavier und Alexandertechnik) sowie Stephan Markus Hoffmann von der Musikhochschule Karlsruhe (Gesang und Stimmbildung). Neben Querflöte und Klavier waren auch Klarinette, Cello, Saxophon, Gitarre und Altblockflöte vertreten.

So läuft das Wochenende ab

Am Freitagabend spielen alle Gruppen ihre Werke zum ersten Mal an. Samstag und Sonntag beginnen mit einer gemeinsamen Stimmbildungsstunde – mit Dehn-, Atem- und Haltungsübungen, die zu beeindruckenden Klangergebnissen führen. Dann wechseln die Teilnehmenden zwischen Kammermusikproben, Einzelstunden in Alexandertechnik und Stimmbildung. Im Laufe des Kurses wird jedes Werk dreimal bearbeitet, bevor es im internen Abschlusskonzert erklingt.

Lampenfieber bei Musikern: unsere Erfahrung aus dem Kurs

Nach dem Kurs 2018 haben wir festgehalten: Viele Teilnehmende konnten mit Ideen und Ansätzen der Alexandertechnik gut mit ihrer Nervosität umgehen. Die Alexandertechnik hilft, ungünstige Spannungsmuster im Körper zu erkennen und loszulassen – das ist beim Üben wie auf der Bühne wertvoll.

Mehr als Musik

Zum Programm gehörten auch Vorträge, etwa „Wie übe ich richtig?“, eine Extraeinheit „Atmung beim Querflötespielen“ und ein Vortrag über Alexandertechnik und die Augen nach „Eyebody“ von Peter Grunwald, bei dem Angelika Krutz seit vielen Jahren Fortbildungen macht. Und eine Erkenntnis aus der Stimmbildung: Es geht nicht nur ums Singen, sondern um den ganzen Körper.

Die Teilnehmenden reisten aus Landau, Germersheim, Karlsruhe, Bruchsal, Heilbronn, dem Pfälzerwald und sogar aus Celle an. Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Seite Alexandertechnik für Musiker.

Die Rückblicke auf die Kurse: 2017, 2018, 2019.

← Alle Beiträge

Lernen Sie uns und den KlangHof besser kennen!

Rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne unverbindlich und kostenlos.